Authentisches Südamerikanisches Charqui (Anden-Trockenfleisch)
Charqui ist der traditionelle Vorläufer des heute weltweit bekannten Jerky. Durch das Pökeln und die schonende Trocknung von magerem Fleisch entsteht ein proteinreicher, haltbarer Snack mit intensivem Aroma. Diese Methode wurde bereits im Inka-Reich perfektioniert, um Vorräte für lange Reisen durch die Anden zu sichern.
Wann möchtest du das kochen?
Zubereitung
Vorbereitung und Zuschnitt
-
1
Fleisch reinigen
Wasche das Fleisch unter kaltem Wasser ab und tupfe es mit Küchenpapier extrem gründlich trocken.
-
2
Parieren
Entferne sorgfältig alle Sehnen und Fettansätze. Nur absolut mageres Fleisch eignet sich für eine lange Haltbarkeit, da Fett ranzig werden kann.
-
3
Zuschneiden
Schneide das Fleisch quer zur Faser in ca. 3–5 mm dünne Streifen. Ein kurzes Anfrieren des Fleisches (ca. 30–60 Minuten) erleichtert den präzisen Zuschnitt.
- 💡 Achte auf eine gleichmäßige Dicke, damit alle Streifen zur gleichen Zeit fertig getrocknet sind.
Pökeln und Marinieren
-
1
Würzmischung herstellen
Vermische das grobe Meersalz mit Pfeffer, Paprikapulver und Kreuzkümmel in einer kleinen Schüssel.
-
2
Einreiben
Massiere die Salzmischung gründlich in jeden einzelnen Fleischstreifen ein.
-
3
Ruhephase
Lege das Fleisch in einen Frischhaltebeutel oder eine verschließbare Schüssel und lasse es für mindestens 12 Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank ziehen, damit das Salz die Feuchtigkeit entziehen kann.
Trocknungsprozess
-
1
Ofen vorbereiten
Heize den Backofen auf ca. 60 °C (Umluft) vor.
-
2
Anordnen
Verteile die Fleischstreifen flach auf einem Gitterrost. Achte darauf, dass sie sich nicht überlappen, um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten.
-
3
Schonend dörren
Schiebe den Rost in den Ofen. Klemme einen Kochlöffel in die Ofentür, damit die austretende Feuchtigkeit entweichen kann. Trockne das Fleisch für ca. 6 bis 8 Stunden.
- 💡 Das Charqui ist fertig, wenn es beim Biegen bricht oder deutliche Fasern zeigt, aber noch nicht steinhart ist.
-
4
Abkühlen und Lagern
Lasse das Fleisch vollständig auskühlen, bevor du es in einem luftdichten Behälter verpackst.
Nachgekocht 3
@rezeptwissen-redaktion
Meat drying to make jerky. Gandhola Monastery, Lahaul – Foto: John Hill (CC BY-SA 4.0)
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Orange-marinated beef jerky – Foto: Alpha from Melbourne, Australia (CC BY-SA 2.0)
@rezeptwissen-redaktion
Jerky (1) – Foto: Larry Jacobsen from Cheyenne Wyoming (CC BY 2.0)
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